Chemie des Brow Lifts: Was passiert beim Laminieren der Augenbrauen?
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Chemie des Brow Lifts: Was passiert beim Laminieren der Augenbrauen?

23. Juni 2025 admin 4 Min. Lesezeit

Die Laminierung der Augenbrauen ist längst mehr als nur ein Trend – sie hat sich zu einer gefragten Beauty-Behandlung entwickelt, die den natürlichen Look mit perfekter Form, Glanz und Struktur vereint. Doch was passiert eigentlich chemisch im Haar während der Behandlung? Welche Wirkstoffe sorgen dafür, dass widerspenstige Brauen dauerhaft in Form bleiben? In diesem Artikel der MONLIS Schule München, einer der führenden Ausbildungen für Beauty-Profis in Bayern, erklären wir die chemischen Grundlagen und geben einen praxisnahen Überblick für angehende Brow-Artists.

Was ist Brow-Lifting bzw. Laminierung?

Beim Laminieren der Augenbrauen werden die Härchen mit speziellen Präparaten in eine neue Richtung gebracht und dort fixiert. Ziel ist es, eine optische Verdichtung, geordnete Struktur und gepflegten Glanz zu erzielen – ganz ohne tägliches Nachstylen.

Die Laminierung besteht in der Regel aus drei Hauptphasen:

  1. Breaking – Aufbrechen der Disulfidbrücken

  2. Fixierung – Umformung und Stabilisierung

  3. Pflege – Hydratisierung und Schutz

Diese Schritte sind nicht nur mechanisch, sondern tief chemisch – sie verändern den inneren Aufbau des Haares, ähnlich wie bei Dauerwellen oder chemischen Glättungen.

Schritt 1: Aufbrechen der Disulfidbrücken

Die Struktur unserer Haare – ob Kopfhaar, Wimpern oder Brauen – wird unter anderem durch sogenannte Disulfidbrücken zwischen den Keratinmolekülen bestimmt. Diese Brücken geben dem Haar seine Form und Widerstandsfähigkeit.

Beim Laminieren kommt in der ersten Phase ein sogenanntes Reduktionsmittel zum Einsatz, meist auf Basis von Thioglycolsäure oder Cysteamin. Diese Substanzen brechen die Disulfidbindungen im Keratin auf. Dadurch wird das Haar formbar und kann in eine neue Richtung gebracht werden.

Wichtig: Diese chemische Reaktion ist kraftvoll – deshalb ist eine präzise Einwirkzeit und sauberes Arbeiten essenziell, um Haarbruch oder Schäden zu vermeiden.

Schritt 2: Fixierung der neuen Form

Nach dem Aufbrechen erfolgt das Umformen der Haare mit Hilfe einer Bürste oder eines Tools – die Brauen werden in die gewünschte Richtung „gelegt“. Anschließend wird ein Neutralisationsmittel aufgetragen, das die Disulfidbrücken in ihrer neuen Position wiederherstellt und stabilisiert. Dieses Produkt enthält in der Regel Wasserstoffperoxid (H₂O₂) in geringer Konzentration, welches die zuvor reduzierten Schwefelbindungen oxidiert und fixiert.

Das Ergebnis: Die Brauen behalten ihre neue Form für mehrere Wochen – selbst bei Feuchtigkeit oder Schlafdruck.

Schritt 3: Pflege und Schutz

Nach der chemischen Behandlung ist das Haar empfindlich. Die dritte Phase der Laminierung beinhaltet daher eine intensive Pflege mit nährenden Ölen, Kollagen, Panthenol oder Keratinboostern. Diese helfen, die Lipidbarriere zu regenerieren, das Haar zu versiegeln und Glanz zu verleihen.

In der MONLIS Schule legen wir besonderen Wert darauf, dass Schüler:innen nicht nur die Technik, sondern auch die Verantwortung für gesunde Haarstruktur verstehen und anwenden.

Chemische Inhaltsstoffe: Chancen und Risiken

Die verwendeten Produkte sind hochwirksam, bergen aber auch Risiken bei unsachgemäßer Anwendung.
Wichtige Hinweise:

  • pH-Wert beachten: Die Aufweichphase arbeitet im alkalischen Bereich (pH 8–10), die Fixierung im sauren (pH 2–4).

  • Kontakt mit Haut minimieren: Einige Inhaltsstoffe können Reizungen verursachen – korrektes Arbeiten schützt die Haut.

  • Ablaufzeit der Produkte einhalten: Abgelaufene oder falsch gelagerte Mittel können an Wirksamkeit verlieren oder schädlich sein.

Die Ausbildung an der MONLIS Schule vermittelt deshalb nicht nur die Anwendung, sondern auch das chemische Verständnis – ein Muss für professionelle und sichere Behandlungen.

Die Laminierung der Augenbrauen ist ein faszinierender Prozess, bei dem kosmetische Kunst auf präzise Chemie trifft. Wer als Brow Artist erfolgreich und verantwortungsbewusst arbeiten will, sollte die molekularen Vorgänge im Haar verstehen.

In der MONLIS Schule in München lernen Sie genau das: Von der Theorie der Wirkstoffe bis zur praktischen Umsetzung auf dem Modell – für makellose Ergebnisse, zufriedene Kund:innen und gesunde Augenbrauen.

Interesse an einer Ausbildung im Bereich Augenbrauen-Styling und Brow-Lifting?
Besuchen Sie die MONLIS Schule in München – Ihre Adresse für moderne Beauty-Ausbildung mit wissenschaftlicher Tiefe und praxisorientierter Expertise.

Häufig gestellte Fragen

Während der ersten Phase der Laminierung werden mithilfe eines Reduktionsmittels – oft auf Basis von Thioglycolsäure oder Cysteamin – die Disulfidbrücken innerhalb der Keratinstruktur im Haar aufgebrochen. Dadurch wird das Haar weich und formbar. In der zweiten Phase wird ein Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid verwendet, um diese Brücken in der neuen Form wieder zu fixieren. Das Haar „lernt“ sozusagen eine neue Form.
Diese chemische Reaktion verändert die Haarstruktur vorübergehend, was bei korrekter Anwendung ungefährlich ist. Wird das Produkt jedoch zu lange einwirken gelassen oder falsch dosiert, kann das Haar austrocknen, brechen oder an Elastizität verlieren. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die genauen Einwirkzeiten und Produkthinweise zu beachten – so wie es an der MONLIS Schule gelehrt wird.
Der pH-Wert der verwendeten Produkte ist entscheidend für das Öffnen und Schließen der Schuppenschicht des Haares. Das Reduktionsmittel hat meist einen alkalischen pH-Wert (8–10), wodurch die Haarstruktur aufgeweicht wird. Das Fixiermittel hingegen ist sauer (pH 2–4), um das Haar wieder zu stabilisieren. Nur durch dieses kontrollierte Wechselspiel kann die Umformung sicher und effektiv erfolgen.
Nach der chemischen Behandlung ist das Haar empfindlicher, da es durch das Öffnen der Schuppenschicht Feuchtigkeit verliert. Pflegestoffe wie Panthenol, Keratin, Kollagen oder natürliche Öle helfen, die Struktur wieder aufzubauen, Glanz zurückzugeben und das Haar vor äußeren Einflüssen zu schützen. Eine professionelle Nachpflege verlängert nicht nur das Ergebnis, sondern schützt auch die Haar- und Hautgesundheit.
Ja, bei falscher Anwendung der Laminierprodukte kann es zu Hautreizungen, allergischen Reaktionen oder Haarschäden kommen. Besonders empfindliche Hautpartien wie die Augenbrauenregion müssen mit Vorsicht behandelt werden. Daher ist eine fundierte Schulung – wie sie an der MONLIS Schule in München angeboten wird – entscheidend, um sichere und professionelle Ergebnisse zu erzielen.
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