Was tun bei Nagelhaut-Rissen? Sichere Entfernung von Hautgraten
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Was tun bei Nagelhaut-Rissen? Sichere Entfernung von Hautgraten

09. Juli 2025 admin 3 Min. Lesezeit

Hautgrate – besser bekannt als Nagelhautrisse oder „Zausseln“ – sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern können auch Schmerzen, Entzündungen und sogar Infektionen verursachen. Sie entstehen durch trockene, verletzte oder unsachgemäß behandelte Nagelhaut und betreffen sowohl Frauen als auch Männer.

In der MONLIS Schule in München – einer der führenden Akademien für Maniküre und Pediküre – lernen angehende Profis, wie man mit solchen Hautveränderungen sicher, hygienisch und nachhaltig umgeht. In dieser Anleitung erklären wir, was Sie tun können, um Hautgrate korrekt zu entfernen und wie Sie ihre Entstehung in Zukunft vermeiden.

1. Was sind Hautgrate – und warum entstehen sie?

Hautgrate sind kleine Einrisse in der Nagelhaut oder der seitlichen Nagelumsäumung. Sie treten meist an den Fingern der dominanten Hand auf, insbesondere im Winter oder nach häufiger Kontakt mit Wasser, Desinfektionsmitteln oder Reinigern. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Trockene Haut und fehlende Pflege

  • Mechanische Reize (z. B. Nagelkauen, Abreißen von Hautstücken)

  • Unsachgemäße Maniküretechniken

  • Mangel an Vitaminen (v. a. A, E und B-Komplex)

  • Kontaktallergien oder aggressive Chemikalien

2. Was sollte man auf keinen Fall tun?

Auch wenn es verlockend ist: Hautgrate dürfen niemals abgerissen werden! Dies kann:

  • Die Haut weiter einreißen

  • Blutungen verursachen

  • Eine Eintrittspforte für Keime schaffen

  • Zu Nagelbettentzündungen oder Paronychie führen

Besonders gefährlich ist das Entfernen mit unsauberen Werkzeugen oder gar mit den Fingernägeln.

3. Sichere Entfernungstechniken – Schritt für Schritt

In der MONLIS Schule lehren wir die sanfteste und hygienisch sicherste Methode, um Hautgrate zu entfernen:

  1. Hände waschen und desinfizieren

  2. Weichen Sie die Finger 2–3 Minuten in lauwarmem Wasser ein – evtl. mit mildem Seifenzusatz oder pflegendem Öl

  3. Verwenden Sie eine feine Nagelhautzange oder eine sterile Hautschere

  4. Schneiden Sie den Grat flach entlang der Hautlinie ab, ohne in gesundes Gewebe zu schneiden

  5. Desinfizieren Sie die Stelle nach der Entfernung

  6. Tragen Sie eine regenerierende Nagelhautpflege oder ein Heilsalbe auf

4. Professionelle Vorbeugung in der Maniküreausbildung

Angehende Nail Artists an der MONLIS Schule lernen:

  • Wie man die Nagelhaut weich hält (mit Ölen, Massage, richtigen Cremes)

  • Wann ein Grat entfernt werden darf – und wann besser nicht

  • Welche Werkzeuge sterilisiert werden müssen

  • Wie man Kund:innen über Heimpflege informiert, um Wiederholungen zu vermeiden

Durch den richtigen Umgang mit empfindlicher Nagelhaut lässt sich nicht nur der Heilungsprozess fördern, sondern auch das Gesamtergebnis der Maniküre verbessern.

5. Pflege zu Hause: Tipps für Kund:innen

Auch Kund:innen können zu Hause einiges tun, um Hautgrate zu vermeiden:

  • Tägliche Anwendung von Nagelöl oder rückfettenden Handcremes

  • Verzicht auf das Abreißen von Hautstücken

  • Verwendung von mildem Handwaschmittel

  • Tragen von Handschuhen beim Reinigen oder Geschirrspülen

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gesunde Ernährung

6. Wann sollte man einen Spezialistin aufsuchen?

Wenn ein Hautgrat:

  • gerötet, geschwollen oder heiß ist

  • nässt oder blutet

  • Schmerzen beim Bewegen des Fingers verursacht

  • regelmäßig wiederkehrt

…sollte eine professionelle Behandlung durch einen Podologin, Kosmetikerin oder im Zweifel Ärztin erfolgen. In der MONLIS Schule wird großer Wert auf Hygienestandards Ob im Studio oder zu Hause – der Umgang mit eingerissener Nagelhaut sollte stets mit Sorgfalt erfolgen. An der MONLIS Schule in München wird dieses Wissen in der Grundausbildung der Maniküre praxisnah und modern vermittelt – damit Ihre Kund:innen gepflegte, gesunde und schmerzfreie Nägel genießen können.

Häufig gestellte Fragen

Hautgrate können auch nach einem Studio-Besuch auftreten, und das hat verschiedene Gründe. Häufig entstehen sie durch trockene Haut, mangelnde Pflege oder sensible Haut, die zu kleinen Rissen neigt. Auch mechanische Reize wie das Kauen an Nägeln oder das Abreißen von Hautstückchen begünstigen die Entstehung. Mitunter kann auch eine zu aggressive Entfernung der Nagelhaut oder der Einsatz ungeeigneter Produkte im Studio eine Rolle spielen. Selbst bei fachgerechter Arbeit ist eine regelmäßige Pflege zu Hause entscheidend, um die Haut geschmeidig zu halten.
Ja, das ist möglich, aber nur unter hygienischen Bedingungen. Zuerst sollten die Hände gründlich gewaschen und desinfiziert werden. Anschließend empfiehlt sich ein Handbad mit lauwarmem Wasser für 2–3 Minuten, um die Haut zu erweichen. Die betroffene Stelle sollte dann mit einem sauberen, desinfizierten Werkzeug (z. B. einer feinen Hautzange oder Nagelhautschere) möglichst nah an der Haut und ohne Zug geschnitten werden. Danach ist die Stelle erneut zu desinfizieren und mit einem pflegenden Öl oder einer Heilsalbe zu behandeln. Niemals darf der Grat abgerissen oder mit den Fingern entfernt werden – dies kann zu Entzündungen oder Infektionen führen.
Zur Vorbeugung sind feuchtigkeitsspendende Nagelöle, reichhaltige Handcremes mit Vitaminen sowie regelmäßige Pflege essenziell. Wichtig ist auch der Schutz der Hände im Alltag – z. B. durch das Tragen von Handschuhen beim Putzen oder Spülen. Auch milde Seifen statt aggressiver Reinigungsmittel und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen (vor allem A, E und B-Komplex) helfen, die Haut geschmeidig zu halten und Rissen vorzubeugen.
Wenn die Haut um den Grat herum gerötet, geschwollen, schmerzhaft oder warm ist, kann eine Entzündung oder Infektion vorliegen. Auch bei Eiterbildung, Blutungen oder eingeschränkter Beweglichkeit des Fingers ist Vorsicht geboten. In solchen Fällen sollte unbedingt eine Kosmetikerin, ein Podologe oder ggf. ein Arzt aufgesucht werden. An der MONLIS Schule legen wir besonderen Wert darauf, angehende Fachkräfte für solche Warnsignale zu sensibilisieren und korrekt zu handeln.
Nein – in solchen Fällen raten wir davon ab, eine Maniküre durchzuführen. Offene Hautstellen können durch Desinfektionsmittel oder Nagelprodukte gereizt werden und bieten Bakterien eine Eintrittspforte. Bei MONLIS lehren wir unsere Schüler:innen, verantwortungsvoll zu handeln: Bei entzündeter oder verletzter Haut sollte die Behandlung verschoben und stattdessen eine beruhigende Pflege empfohlen werden, bis die Haut vollständig verheilt ist.
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