Pigmente in Augenbrauenfarbe: Einfluss auf das Ergebnis
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Arbeiten mit bereits gefärbten Augenbrauen: Wichtige Profi-Tipps

12. Aug. 2025 admin 3 Min. Lesezeit

Das Arbeiten mit bereits gefärbten Augenbrauen gehört zu den häufigsten, aber auch anspruchsvolleren Aufgaben im Brow-Styling. Kund:innen kommen oft mit Restpigmenten von vorherigen Behandlungen, ungleichmäßigen Farbergebnissen oder einem veränderten Farbton, der nachgebessert werden muss. In der MONLIS Schule in München vermitteln wir angehenden Profis das nötige Fachwissen, um in solchen Fällen optimale Resultate zu erzielen – ohne die Haarstruktur zu schädigen oder den Farbton ungewollt zu intensivieren.

1. Analyse des aktuellen Farbzustands

Der erste Schritt bei der Arbeit mit vorgefärbten Brauen ist eine gründliche Analyse:

  • Farbton: Ist er kühler, wärmer oder verblasst?

  • Pigmentverteilung: Gleichmäßig oder fleckig?

  • Haar- und Hautzustand: Gesund, trocken, brüchig oder fettig?

Profi-Tipp aus der MONLIS Schule: Notieren Sie immer, welche Pigmente und Marken bei der letzten Färbung verwendet wurden – das erleichtert die Anpassung der neuen Formel.

2. Einfluss von Restpigmenten

Restpigmente beeinflussen den neuen Farbauftrag erheblich.

  • Helle Restpigmente: Können als Basis dienen, benötigen aber möglicherweise eine stärkere Farbformel.

  • Dunkle Restpigmente: Müssen oft neutralisiert werden, bevor eine neue Färbung möglich ist.

  • Ungleichmäßige Pigmente: Erfordern einen gezielten, zonenweisen Farbauftrag.

Hier ist Wissen über Farbtheorie und Neutralisationstechniken entscheidend – ein Kernpunkt unserer Ausbildung an der MONLIS Schule.

3. Farbkorrektur statt Überfärben

Ein häufiger Fehler bei bereits gefärbten Brauen ist das „Überfärben“, also das Auftragen einer zu dunklen oder zu satten Farbe, um alles zu überdecken. Dies kann zu einem künstlichen, harten Look führen.
Stattdessen:

  • Neutralisieren Sie unerwünschte Untertöne (z. B. Rot- oder Orangestich) mit komplementären Farbtönen.

  • Passen Sie die Einwirkzeit individuell an, um ein zu intensives Ergebnis zu vermeiden.

4. Besondere Vorsicht bei geschwächten Haaren

Vor allem nach Laminierungen oder häufigem Färben sind die Haarstrukturen oft empfindlicher.

  • Reduzieren Sie die Einwirkzeit.

  • Verwenden Sie sanftere Entwickler (z. B. 1,8–3 % statt 6 %).

  • Ergänzen Sie die Behandlung durch pflegende Komponenten, um Haarbruch zu vermeiden.

5. Hautvorbereitung und Pflege

Die Haut um die Brauen herum kann durch wiederholte Färbungen gereizt sein.

  • Reinigen Sie sanft und verzichten Sie auf aggressive Peelings direkt vor der Färbung.

  • Verwenden Sie Schutzcremes an den Rändern der Brauen, um Hautverfärbungen zu verhindern.

6. Kommunikation mit der Kundin / dem Kunden

Bei vorgefärbten Brauen ist es wichtig, die Erwartungen realistisch zu halten.

  • Erklären Sie, dass manche Restpigmente nicht sofort vollständig entfernt werden können.

  • Besprechen Sie mögliche Farbnuancen und mehrere Sitzungen für das gewünschte Endergebnis.

7. Praxis in der MONLIS Schule

In unseren Kursen lernen Sie:

  • Farb- und Haaranalyse bei vorgefärbten Augenbrauen

  • Professionelle Neutralisations- und Korrekturtechniken

  • Anpassung der Farbformel für natürlich wirkende Ergebnisse

  • Schonende Methoden für empfindliche Haut und geschwächte Haare

Mit diesen Fähigkeiten können Sie selbst anspruchsvolle Korrekturen sicher und professionell durchführen.

 Die Arbeit mit bereits gefärbten Augenbrauen erfordert präzise Analyse, Fachwissen in Farbtheorie und viel Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Haar- und Hauttypen. In der MONLIS Schule in München vermitteln wir Ihnen die Techniken, um auch bei komplexen Ausgangslagen harmonische, haltbare und schonende Ergebnisse zu erzielen – und damit zufriedene Kund:innen zu gewinnen.

Häufig gestellte Fragen

Nicht immer. Wenn auf den Brauen noch dunkle oder ungleichmäßige Pigmente vorhanden sind, kann sich der neue Farbton mit diesen mischen und ein unerwünschtes oder zu dunkles Ergebnis erzeugen. In solchen Fällen ist es besser, vor dem erneuten Färben eine Neutralisation unerwünschter Töne oder eine zonenspezifische Korrektur durchzuführen, um die Haare vorzubereiten und einen sauberen Farbton zu erzielen.
Es ist wichtig, den Zustand der Brauen genau zu analysieren: Überprüfen Sie die Gleichmäßigkeit der Farbe, vorhandene Restpigmente und Untertöne (Rot-, Orange- oder Gelbstich) sowie die Gesundheit der Haare. Wenn der Farbton ungleichmäßig ist oder unerwünschte Untertöne vorhanden sind, kann ein einfaches Überfärben diese Unregelmäßigkeiten sogar noch verstärken.
Haare, die häufig gefärbt oder laminiert wurden, sind oft poröser und empfindlicher. Sie nehmen Pigmente schneller auf, wodurch die Farbe zu intensiv oder zu dunkel werden kann. In solchen Fällen verwendet man mildere Entwickler (1,8–3 %), verkürzt die Einwirkzeit und ergänzt die Farbformel mit pflegenden Inhaltsstoffen, um die Haarstruktur zu schonen.
Die Haut sollte von Make-up, Talg und Pflegeprodukten gereinigt werden, jedoch ohne aggressive Peelings oder Säurebehandlungen unmittelbar vor der Behandlung, um eine erhöhte Empfindlichkeit zu vermeiden. Zum Schutz der Haut entlang der Brauenkontur kann eine dünne Schicht Schutzcreme aufgetragen werden, um Hautverfärbungen zu verhindern.
Nicht immer. Manche Pigmente dringen tief in die Haarstruktur ein und verblassen nur allmählich. In komplexen Fällen erfolgt die Korrektur in mehreren Schritten, um die Gesundheit der Haare zu erhalten und ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen. Kund:innen sollten darauf hingewiesen werden, dass für den perfekten Farbton unter Umständen mehrere Behandlungen erforderlich sind.
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